Freie Wähler wollen in der Ratsarbeit auf Papier verzichten

Von Marco Julius

Ganderkesee. Die Fraktion Freie Wähler Ganderkesee hat jetzt die Umstellung auf papierlose, elektronische Ratsarbeit beantragt. „Bereits 2012 haben wir angeregt, die Ratsarbeit zunehmend vollständig auf elektronische Dokumente umzustellen. Unsere Fraktion arbeitet bereits – zum Teil ausschließlich – im Rahmen ihrer Ratsarbeit mit elektronischen Dokumenten. Die Erfahrungen hiermit sind grundsätzlich positiv, so dass wir die Umstellung nur empfehlen können“, sagt Arnold Hansen.

Gespräche mit Mitarbeitern der Verwaltung aus dem Fachdienst EDV in den vergangenen Tagen hätten gezeigt, dass eine Information der Ratsmitglieder über die Möglichkeiten der Nutzung, sowie die Planungen nötig seien. „Wir bitten die Verwaltung daher, zeitnah Auskunft über den Sachstand möglicher Planungen zur Umstellung der Ratsarbeit von Papier auf Notebook/Tablet-PC zu geben. Dieses sollte allen interessierten Ratsmitgliedern in einer eigens dafür angesetzten Veranstaltung angeboten werden“, teilt die Fraktion mit, die einen Fragenkatalog zum Thema erstellt hat. Unter anderem wollen die Freien Wähler wissen, innerhalb welchen Zeitraums nach Haushaltsgenehmigung und in welchen Etappen die Umstellung erfolgen kann und soll und wie viele Schulungen der Ratsmitglieder dann angedacht sind.

„Mittlerweile haben einige Landkreise und Städte den Vorteil der elektronischen Ratsarbeit erkannt und ihre Arbeitsweise dementsprechend umgestellt. Hierzu gehören in Niedersachsen etwa die Städte Delmenhorst und Göttingen sowie der Landkreis Leer“, sagen die Freien Wähler. Neben den Vorteilen des erleichterten Transports der relevanten Unterlagen und einer effektiveren Zusammenarbeit auch unter den Ratsmitgliedern sprächen zwei sich bedingende Punkte für eine zügige Umsetzung auch in Ganderkesee: Die Reduzierung der Unterlagenmenge in Papierform stelle nicht nur einen ökologischen Wert dar, sondern führe, so die Erfahrungen aus Göttingen, nach anfänglichen Investitionskosten von etwa 50000 Euro zu jährlichen Einsparungen von rund 25000 Euro durch Wegfall der Druck- und Versandkosten sowie zu einer nicht leicht zu beziffernden Reduzierung der Arbeitszeit beim Personal.