FREIE WÄHLER kritisieren Bildungs-Kürzungen der Landesregierung

„Keinen Rotstift bei der Schülerbeförderung und Lehrerstellen“

Die FREIEN WÄHLER in Ostfriesland kritisieren die von der Landesregierung angekündigten Kürzungen im Bildungsbereich. Rot-grün plant demnach Einschnitte sowohl bei Lehrerstellen als auch bei der Schülerbeförderung.

Die Lehrerstellen sollen vor allem an den Gymnasien gekürzt werden, weil hier die Unterrichtsversorgung in den letzten Jahren mit über 100% überdurchschnittlich gut gewesen sei. Dazu die FREIEN WÄHLER: Wenn man bei den Schulen nachfrage, dann sei auch zu erkennen, dass eine theoretische Unterrichtsversorgung von 100% nicht ausreichend ist, da es aufgrund von Krankheiten, Fortbildungen und Erziehungszeiten etc. immer wieder zu Fehlzeiten und damit zu Unterrichtsausfall kommt. Viele betroffene Eltern und Schüler berichteten immer wieder über zum Teil stark eingeschränkten oder ausgefallenen Unterricht.

Insgesamt sollen über alle Schulformen 300 Stellen nicht wieder besetzt werden.

Eine Kürzung der Lehrerstellen ist aus Sicht der FREIEN WÄHLER nicht hinnehmbar. Gerade in Zeiten des demographischen Wandels solle man nun die Chance nutzen, die Klassengrößen zu verringern, um eine bessere Lernumgebung zu schaffen.

Hart kritisiert wird von den FREIEN WÄHLERN auch die beabsichtigte Kürzung der Landeszuschüsse zur Schülerbeförderung. Sie sollen in den nächsten drei Jahren um 60 Mio. Euro gesenkt werden, was die Landkreise und Gemeinden vor zum Teil unlösbare Aufgaben stelle. Vielen Kommunen stünden die Schulden schon jetzt bis zum Hals. Nun sollten diese auch noch die Mehrkosten bei der Schülerbeförderung schultern. Eine Aufgabe, die ohne Ausgabenkürzungen auf der anderen Seite kaum zu bewerkstelligen sei. Die Alternative, wonach die Eltern und Schüler an den Kosten beteiligt werden, wird von den FREIEN WÄHLERN abgelehnt. Dies sei neben den Kosten für Schulbuchausleihe und andere Lernmaterialien eine teilweise unzumutbare Belastung der Eltern. Klaus Klitzsch (Südbrookmerland), Mitglied des Bezirksvorstands der FREIEN WÄHLER: „Bildung sollte in Deutschland generell kostenlos sein, dazu gehören auch die ‚Nebenkosten‘. Es gibt viele Familien, die sich aufgrund ihrer sozialen Situation von solchen Kosten befreien lassen können oder müssen, die dann auch für die Schülerbeförderung eine Befreiung benötigen. Dadurch werden diese Kosten aber nur wieder auf ein anderes Amt verschoben.“ Klitzsch kritisiert: „Betrachtet man nun, dass die Landesregierung zum Wintersemester 2014/15 die Studienbeiträge abschaffen will, hat es den Anschein, dass hier durch die beschriebenen Einsparungen ein Ausgleich geschaffen werden soll, der eindeutig zu Lasten der Schüler und deren Familien geht.“