FREIE WÄHLER fürchten negative Auswirkungen auf hiesige Landwirtschaft

Fehlentwicklungen in der Schlachtbranche müssen gestoppt werden

Die jüngsten Nachrichten um Lohn- und Sozialdumping in deutschen Schlachthöfen sind ein Alarmsignal. Seit Jahren wurden bei uns systematisch Leiharbeiter-Kolonnen und regelrechte Dumpingstrukturen etabliert. In großem Maße betroffen ist auch der südoldenburgische Raum. So darf es nicht weitergehen.

Neben der juristischen Aufarbeitung ist jetzt die Politik am Zug. Die gravierende Fehlentwicklung in der Branche muss gestoppt werden. Es ist zu vermuten, dass mit dem Einsatz von Leiharbeitern aus Osteuropa auch Steuern und Sozialabgaben in großem Maße hinterzogen worden sind.

In der Branche ist inzwischen von „Schlacht-Tourismus“ und „Chinesischen Verhältnissen“ die Rede. Dazu Arno Ulrichs, FREIE WÄHLER Landesvorsitzender: „Die Zustände sind schier unglaublich und die Probleme seit Jahren bekannt, ohne dass die politisch Verantwortlichen wirksame Gegenmaßnahmen ergriffen haben. Von Chancengleichheit auf diesem ohnehin umkämpften Markt kann längst keine Rede mehr sein. Zudem sind Qualitätseinbußen zu befürchten, unter denen die Verbraucher dann zu leiden hätten. Darüber hinaus schlagen die Negativschlagzeilen letztlich bis auf die Zulieferer durch.  Die Strukturen führen zu Vertrauensverlust und sind somit auch eine Bedrohung für die ordentlichen, familiengeführten landwirtschaftlichen Betriebe in Niedersachsen.“

„Es ist erst wenige Wochen her, dass die internationale Fleisch- und Wurstmafia uns mit dem Skandal um die Pferde-Lasagne ihr hässliches Gesicht gezeigt hat. Was muss noch passieren, damit die Regierung endlich effektiv handelt? Es geht um die Menschenwürde der Arbeiter, um die Zukunft unserer heimischen Nahrungsmittelproduzenten und um das Wohl der Verbraucher Ulrichs.