FREIE WÄHLER fordern Nichtzulassung von Automodellen bei Betrug

Automodelle, die deutlich mehr Kraftstoff verbrauchen als in Verkaufsbroschüren angegeben, sollten nicht zugelassen werden. Bundesvorsitzender Hubert Aiwanger: "Um mit tollen CO2-Werten zu prahlen, wird mit Verbrauchswerten geworben, die in der Praxis nicht erreicht werden können. Aus der Mogelei ist Betrug geworden und die Bundesregierung schaut zu. Man könnte vermuten, weil sie spendentrunken wegschaut. Wenn es die Bundesregierung mit dem Verbraucherschutz ernst meint, muss sie endlich handeln und bei groben Kraftstoffverbrauch-Abweichung<wbr />en zwischen Soll und IST modellbezogen die Zulassung für den deutschen Markt verweigern." 

Als jüngstes Beispiel verweist Aiwanger auf den Opel Insignia 2.0 CDTi, der mit 3,7l/100 km und einem CO2-Ausstoß von 99g/km in der Verkaufsbroschüre steht, von der Redaktion AUTO Straßenverkehr aber mit 6,4l/100 km getestet wurde. Das sei fast das Doppelte und habe mit nutzungsbedingten Abweichungen nichts mehr zu tun. Auch die Redaktion von AUTO BILD bringt es mit der Formulierung auf den Punkt, dass die Automodelle die Normwerte derzeit nur schaffen, wenn der Käufer sein Auto von der Schwiegermutter schieben lässt. 

Opel ist es nicht allein. Audi A 3 1,6 Tdi mit 37% Abweichung und Mercedes C 220 CDI mit 33,3% Abweichung sind nah dran am Betrugsvorwurf. Alfa Romeo Mito 1,4 TB 16V Multiair und VW Polo GTI verbrauchen glatt das Doppelte gegenüber der Herstellerangabe. Auch das Renault Megane Coupe TCe 250 gehört mit 85,7% Mehrverbrauch laut SPIEGEL-Recherche zu den Sünderbeispielen.