FREIE WÄHLER bleiben Gegner des Fracking

Landesvorsitzender Udo Striess-Grubert: „Risiken können nicht ausgeschlossen werden“

 

Die FREIEN WÄHLER haben bei ihrer Länderratssitzung am Wochenende in Kassel ihre ablehnende Haltung gegenüber dem Fracking und damit einen Beschluss vom Mai 2013 verlängert.

Die FREIEN WÄHLER haben bei ihrer Länderratssitzung am Wochenende in Kassel ihre ablehnende Haltung gegenüber dem Fracking und damit einen Beschluss vom Mai 2013 verlängert. Beim Fracking werden durch Tiefbohrungen und unter hohem
Druck eingespritzte Flüssigkeiten Risse im Gestein erzeugt und damit Erdöl und Erdgas freigesetzt.

„Aus heutiger Sicht können Risiken fürs Grundwasser, und damit für uns alle, nicht ausgeschlossen werden. Auf unsere Nachfrage vor Ort wurde die Zusammensetzung der verwendeten Flüssigkeiten als Betriebsgeheimnis bezeichnet. Daher bleiben wir bei unserer Ablehnung dieses Verfahrens“, erklärt der Landesvorsitzende Udo Striess-Grubert. Die schleswig-holsteinische Landesvereinigung hatte einen entsprechenden Beschlussantrag gestellt.

Nach dem Frack-Vorgang bleiben die Flüssigkeiten nebst chemischen Zusätzen im Boden. Nur das Bohrloch wird durch Beton verschlossen. Landesgeschäftsführer Arnold Hansen, verwiest auf zusätzliche Belastungen durch Fracking. Dazu gehören Lärm, die umfangreiche Entnahme von Trinkwasser aus dem öffentlichen Netz und eine erhöhte Verkehrsbelastung durch den Betrieb der Anlage auf 1 Quadratkilometer.

Die FREIEN WÄHLER sind Atomkraftgegner und bevorzugen zur Umsetzung der Energiewende Power-to-Gas-Verfahren, kompakte Solarparks und Geothermie. Auch Energie durch Windkraftanlagen kann an sinnvollen Stellen gewonnen werden,
allerdings nur mit vorheriger Bürgerbeteiligung und mit Mindestabständen zu Wohn- und Tourismusregionen. Außerdem sollen Bürger und Kommunen bei der regionalen Energiegewinnung an der Wertschöpfung beteiligt werden.